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Freiwillige Feuerwehr Morsum / Ahsen-Oetzen

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Kreisfeuerwehrbereitschaftsübung 2010 am 17.09.2010 von 16:00 - 00:00 Uhr

Eine zweitägige Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) Verden fand am Freitag und Samstag in der Samtgemeinde Sietland im Landkreis Cuxhaven statt. Wir nahmen mit unserem LF 16-TS im Wasserförderungszug an dieser Übung teil. Am Freitag um 16.00 Uhr trafen sich die Züge der KFB am Feuerwehrhaus Achim bzw. Rettungszentrum Nord (RZN) um im geschlossenen Verband nach Cuxhaven aufzubrechen. Nach der Zugführerbesprechung und einer gut zweistündigen Fahrt traf die KFB im Übungsgebiet ein und es galt die persönlichen Gegenstände in den Nachtquartieren (drei Turnhallen) unter zu bringen.

Gegen 19.00 Uhr folgte dann die Einweisung der KFB-Führung in die erste Übungslage, einer angenommen Großschadenslage auf einem Betriebsgelände eines Holzverarbeitenden Betriebes. Die Züge wurden aus ihren Ruheräumen direkt zum Übungsort beordert.

Auf dem großen Gelände war es Parallel zu mehreren Ereignissen gekommen:

Der Fachzug (FZ) Wassertransport hatte die Aufgabe, den simulierten Brand einer Hobelanlage inmitten des Sägewerksbetriebes zu bekämpfen. Außerdem wurden in dieser Anlage 3 Personen vermisst, welche durch Angehörige der örtlichen Jugendfeuerwehr dargestellt wurden. Der FZ ging nach der Einweisung in die Lage sofort von mehreren Seiten gegen das Feuer vor. Gleichzeitig wurden mehrere Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz losgeschickt, um die vermissten Personen zu suchen und zu retten.

Der Fachzug Wasserförderung kam in unmittelbarer Nähe bei der Brandbekämpfung in einer Holzverflüssigungsanlage (hier wird aus Hackschnitzeln Gas und Öl gewonnen) zum Einsatz. Hier ging es ebenfalls um die Rettung von Vermissten und die Brandbekämpfung und Abriegelung weiterer Gebäude des Betriebsgeländes.
Alle gestellten Aufgaben konnten zur Zufriedenheit des Schiedsrichterpersonals bewältigt werden.

Der FZ Technische Hilfeleistung erhielt als erstes den Auftrag einer Menschenrettung von zwei Personen, die unter einem Holzstapel eingeklemmt waren. Die Schwierigkeit dabei war, dass die Personen unter zusammengeschnürten Holzpaketen lagen, von denen eines zum Teil über tausend Kilo wog. Die Pakete waren übereinander gestapelt und konnten mit reiner Muskelkraft so nicht bewegt werden. Außerdem konnte jede unkontrollierte Bewegung weiteren Schaden an den zu rettenden Personen verursachen. Nach kurzer Lagebesprechung wurde die Entscheidung getroffen, die Pakete zunächst unter Einsatz von Hebekissen leicht anzuheben und jede unkontrollierte Bewegung durch Sicherung mit Holzkeilen zu verhindern. Anschließend wurde eine Bergeschlinge unter den Holzpaketen durchgezogen und alle Pakete nacheinander mit der Kranvorrichtung der mitgeführten Drehleiter angehoben und zur Seite gelegt. Die verletzten Personen wurden während dieser Zeit bereits schon durch den Rettungsdienst betreut und nach Befreiung aus ihrer misslichen Lage an diesen übergeben.

Den vierten Auftrag erhielt der FZ Gefahrgut der in der Tränkehalle das Auslaufen eines beschädigten Behälters verhindern musste und dazu war es erforderlich unter Chemikalienschutzanzügen (CSA) in die Halle vor zu gehen.

Der FZ Logistik war derweil mit der Vorbereitung der Verpflegung für die knapp 150 Feuerwehrleute beschäftigt. Nach dem dieses erste Szenario abgearbeitet worden war versorgte der FZ Logistik die Züge in den Ruheräumen mit einer warmen Mahlzeit und Getränken.

Am Samstagmorgen ging es erneut als erstes für den FZ Logistik um die Bereitstellung eines Frühstücks für die Züge. Bereits um 05.30 Uhr starten die ersten Kräfte mit den Vorbereitungen. Besonders der neue Abrollbehälter erwies sich dabei als äußerst hilfreich.

Nach einer erneuten Einweisung der Führungskräfte im Besein von Vertretern des Landkreises Verden und einigen polnischen Gästen, die gerade den Landkreis Verden besuchen begann die zweite Übungseinheit dieses Übungswochenendes. Zum einen erhielt die KFB den Auftrag einen Waldbrand zu bekämpfen und bei einem Unfall auf einem Betriebsgeländes eines Abbruchunternehmens Hilfe zu Leisten.

Die Züge Wassertransport und Wasserförderung hatten den Auftrag, den bereits ausgedehnten Waldbrand zu bekämpfen. Das Problem war, dass eine Wasserversorgung im Pendelverkehr durch Tanklöschfahrzeuge sichergestellt werden musste. Diese Aufgabe übernahm der Wassertransportzug mit den Tanklöschfahrzeugen, während der Wasserförderungszug mit der direkten Brandbekämpfung und Wasserförderung von der Wasserübergabestelle bis zum Brandgebiet beauftragt war. Als Wasserübergabestelle dienten zwei jeweils 5000 Liter fassende Faltbehälter. Das erste TLF begann sofort mit der Waldbrandbekämpfung um die Zeit bis zur Fertigstellung der Wasserversorgung zu überbrücken. Die weiteren Tanklöschfahrzeuge befüllten die Faltbehälter und stellten danach im Pendelverkehr die Wasserversorgung sicher. Über eine Tragkraftspritze wurde das Wasser von den Faltbehältern zur Einsatzstelle befördert. So konnte bereits nach kurzer Zeit mit einem massiven Löschangriff begonnen werden. Dieses Übungsszenario wurde sehr interessiert durch die polnische Delegation verfolgt.

Auf dem Betriebsgelände des Abbruchunternehmens sollten durch Arbeitsunfälle mehrere Personen eingeklemmt und verletzt sein. Dargestellt wurden diese Personen durch Puppen. Eine Person musste unter dem Kontergewicht eines Baggers hervorgezogen werden, eine Zweite war zwischen zwei Schuttcontainern eingeklemmt. Während die Person unter dem Kontergewicht relativ schnell durch den Einsatz von Hebekissen und eines Ladekrans befreit werden konnte, gestaltete sich die Sache bei den Containern doch etwas aufwändiger. Da die Person möglichst schonend befreit werden sollte, entschied man sich, die Container durch den Einsatz von Hebekissen und eines Spreizers vorsichtig auseinander zu drücken. Nachdem man auf diese Weise den Spalt zwischen den Containern genügend vergrößert hatte, konnte auch diese Person aus ihrer misslichen Lage gerettet werden.

Ebenfalls auf diesem Gelände war die Ausgangssituation für den Gefahrgutzug vorbereitet worden. Nach einem Arbeitsunfall sollten zwei Personen im Führerhaus eines Tank-LKW eingeschlossen sein. Bei diesem Unfall war außerdem der Tank leckgeschlagen, so dass eine unbekannte Flüssigkeit austrat.

Die Aufgabe des Gefahrgutzuges bestand darin, die beiden Personen aus dem LKW zu befreien, das Leck im Tank zu verschließen und die weitere Ausbreitung der auslaufenden Flüssigkeit zu verhindern. Hierbei war wiederum der Einsatz von Chemikalienschutzanzügen erforderlich, die die Bewegungsfreiheit der Feuerwehrleute erheblich einschränken und somit die Arbeit nicht gerade erleichtern. Alle drei Aufgabenstellungen konnten auch hier zufriedenstellend gelöst werden.

Nach dem die Szenarien abgearbeitet wurden versorgte erneut der FZ Logistik die Einsatzkräfte mit Grillfleisch, Bratwurst und Brötchen. Insgesamt konnten Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling (Beppen) und Kreisbereitschaftsführer Joachim Schmidt (Barme) ein positives Fazit ziehen und dankten alles Mitwirkenden, insbesondere den Feuerwehrleuten aus dem Landkreis Cuxhaven für das Gelingen dieser Übungseinheit.


Fotos:

Einsatz am ertsen Abend in einem Holzverarbeitenden Betrieb

Einsatz am ertsen Abend in einem Holzverarbeitenden Betrieb


Am zweiten Tag stand die Waldbrandbekämpfung an

Am zweiten Tag stand die Waldbrandbekämpfung an


Die Schläuche werden im Wald verlegt

Die Schläuche werden im Wald verlegt





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